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Neubau für das Landeskriminalamt | Baustellengespräch mit Ministerpräsident Sven Schulze

Die künftige Zentrale des Landeskriminalamts Sachsen-Anhalt entsteht auf einem gut sieben Hektar großen Gelände im Technologiepark Ostfalen in Barleben bei Magdeburg. Der LKA-Neubau ist eines der größten Investitionsvorhaben der Landespolizei. Die Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH realisiert den Bau im Auftrag des Landes. Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informierten während eines Baustellengesprächs im Beisein von Ministerpräsident Sven Schulze und Innenstaatssekretär Klaus Zimmermann, der IPS-Geschäftsführer Thomas Poege und Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter.

Ministerpräsident Sven Schulze: „Die Menschen in Sachsen-Anhalt sollen sicher leben können. Dafür braucht unsere Polizei die bestmöglichen Bedingungen. Mit dem neuen Landeskriminalamt schaffen wir einen modernen und leistungsfähigen Standort, der den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Gleichzeitig investieren wir in unser Land und übernehmen Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Das ist eine Investition, die unserem Sachsen-Anhalt langfristig zugutekommt.“

Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter: „Der Neubau des LKA ist eines der größten Bauprojektes des Landes. Zugleich wird damit in Barleben das modernste LKA bundesweit entstehen. Mich persönlich freut es sehr, dass sowohl die ambitionierten zeitlichen Planungen zur Umsetzung der Baumaßnahme als auch die preislichen Rahmenvorgaben eingehalten werden.“

Innenstaatssekretär Klaus Zimmermann: „„Mit dem Baufortschritt am neuen Landeskriminalamt wird sichtbar, dass eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Landespolizei planmäßig Gestalt annimmt. Hier entsteht ein moderner und leistungsfähiger Standort, der den Anforderungen einer zeitgemäßen Kriminalitätsbekämpfung gerecht wird. Der Neubau schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Beschäftigten des Landeskriminalamtes künftig unter optimalen technischen und räumlichen Bedingungen arbeiten können. Was hier entsteht, wird die kriminalpolizeiliche Arbeit in Sachsen-Anhalt langfristig stärken und einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unseres Landes leisten.“

Aktuell ist das LKA dezentral in mehreren Liegenschaften in der Landeshauptstadt Magdeburg und in Schönebeck (Elbe) untergebracht, die trotz der Verteilung an ihre Raumkapazitäten stoßen. Zudem bedarf es der Erneuerung der Datenleitungen. Insbesondere am Standort Magdeburg gibt es einen erheblichen Sanierungsbedarf. Ursprünglich wurde eine Sanierung des derzeitigen LKA-Hauptgebäudes bei laufendem Betrieb in Betracht gezogen, dann aber als unwirtschaftlich und – auch aus Arbeitsschutzgründen – praktisch nicht umsetzbar verworfen. Insgesamt hatte der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA) 20 Liegenschaften als mögliche LKA-Standorte geprüft. Für Barleben spricht neben der guten verkehrstechnischen Anbindung auch, dass die Anforderungen, die an die Sicherheitsstandards gestellt werden, erfüllt werden können.

Das LKA wird mit neuester Server- und Netzwerktechnik sowie einem zeitgemäßen Daten- und Telekommunikationsnetz den aktuellsten Technik-Standards entsprechen. Der Neubau soll auf ca. 75.000 Quadratmetern Nutzfläche Platz für gut 700 Bedienstete bieten. Neben Büros sind auf einer Fläche von etwa 3.500 Quadratmetern auch EU-zertifizierte Labore vorgesehen (darunter ein Chemielabor und ein Biologielabor). Es werden außerdem weitere Flächen benötigt, unter anderem für Sanitär- und Umkleideräume, Räume für die Aus- und Fortbildung, Sporträume sowie Lagerräume. Hinzu kommen Stellplätze und Garagen für Dienstfahrzeuge. Die Behörde soll nach derzeitigem Stand im Jahr 2029 in den Neubau umziehen können.