Das Landesamt für Verbraucherschutz in Halle (Saale) (LAV) bekommt ein neues Labor- und Verwaltungsgebäude. Den Grundstein haben heute der Präsident des LAV, Alexander Nissle, Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sowie Landes-Finanzminister und Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Michael Richter gelegt.
Michael Richter: „Sachsen-Anhalt bereitet sich mit dem Laborneubau auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit vor. Mit der Investition in Höhe von gut 88 Millionen Euro stellt sich das Land Sachsen-Anhalt seiner Verantwortung.“
Petra Grimm-Benne: „Mit ihrem Know-how und Verantwortungsbewusstsein sorgen die Mitarbeitenden des Landesamtes für Verbraucherschutz tagtäglich dafür, dass unsere Bevölkerung gesund und sicher leben kann. Für ihre unverzichtbare Arbeit – von der Kontrolle der Mineralwasserqualität und Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen bis hin zur Überwachung der Hygienestandards – erhalten die Beschäftigten nun eine neue und moderne Heimat.“
Alexander Nissle: „Das Landesamt für Verbraucherschutz benötigt diesen Neubau, weil seine Aufgaben gewachsen sind und die bestehenden Räumlichkeiten den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Für den Schutz der Bevölkerung sind moderne Labore, digitale Infrastruktur und zeitgemäße Arbeitsbedingungen unerlässlich. Ob Lebensmittelsicherheit oder die Sicherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz in den Betrieben – die tägliche Arbeit des Landesamtes schafft Vertrauen im Alltag der Menschen.“
In dem Neubau sollen bislang verteilte Fachbereiche sowie die Verwaltung des Landesamtes für Verbraucherschutz zentral untergebracht sein. Gut 7.500 Quadratmeter Nutzfläche stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in dem neuen Haus zur Verfügung, verteilt über drei Etagen.
Die Versorgung mit Strom, Wärme und Kälte soll weitestgehend unter Einsatz von erneuerbaren Energien erfolgen. Für die Wärme- bzw. Kälteversorgung ist eine Kombination aus Fernwärme, Wärmepumpen sowie Solarthermie-Anlagen vorgesehen. Auf den Dachflächen sorgen Photovoltaikanlagen für die Stromversorgung. Für die Bewässerung der Außenanlagen soll Regenwasser aus einem Regenwasserauffangbecken verwendet werden.
Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf gut 88 Millionen Euro. Im Jahr 2028 soll der Bau unter Federführung des Amtes für Bau- und Immobilienmanagement Halle (Saale) fertig sein.
Um Platz für das neue Labor- und Bürogebäude des LAV zu schaffen, wurden auf dem Gelände mehrere Gebäude abgerissen. Eine unter Denkmalschutz stehende große Eiche wird erhalten.
Gebaut wird im Süden der Stadt Halle (Saale) am Standort Fliederwegkaserne. Dieser wird mit dem Neubau des Landesamtes für Verbraucherschutz nun weiterentwickelt. Bereits das Landesamt für Geologie und Bergwesen sowie die 4. Einsatzhundertschaft der Landesbereitschaftspolizei haben hier neu errichtete Standorte bezogen. Darüber hinaus sind an dieser Adresse das Polizeirevier Halle-Süd, die Landesstraßenbaubehörde und das Amt für Immobilien- und Baumanagent angesiedelt.

