Finanzminister Michael Richter und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann haben am 29. April 2026 drei Förderbescheide im Gesamtvolumen von 9,53 Millionen Euro an das Uniklinikum Magdeburg überreicht. Die Finanzspritze aus dem Corona-Sondervermögen des Landes ermöglicht die Investition in drei medizinische Großgeräte. Mit bis zu acht Millionen Euro entfällt der Großteil der Förderung auf ein neues Ganzkörper-PET/CT-System, mit dem in Krisensituationen in kürzerer Zeit deutlich mehr Betroffene untersucht werden können – und das bei höherer Bildqualität. Damit steigt die Krisenresilienz des Klinikums wie auch die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten.
Finanzminister Michael Richter unterstrich: „Die Universitätskliniken unseres Landes haben in der Corona-Pandemie bewiesen, wie wichtig eine leistungsfähige und innovative medizinische Infrastruktur ist. Mit den gezielten Investitionen aus dem Corona-Sondervermögen hat die Landesregierung die Voraussetzungen geschaffen, die Krisenfestigkeit unserer Gesundheitseinrichtungen nachhaltig zu stärken. Damit legen wir die Grundlage dafür, dass Sachsen-Anhalt auch künftig eine Vorreiterrolle in der medizinischen Versorgung, Forschung und Lehre einnimmt.“
Armin Willingmann sagte: „Die Investition aus dem Corona-Sondervermögen des Landes Sachsen-Anhalt stärkt die medizinische Infrastruktur und die Krisenfestigkeit unseres Gesundheitssystems. Dabei ist die Anschaffung der hochmodernen Geräte mehr als eine technische Modernisierung; sie steht auch für unsere Strategie, die Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt leistungsfähig, digital und wissenschaftlich exzellent weiterzuentwickeln. Davon profitieren Patientinnen und Patienten ebenso wie Forschung und Lehre. Und dieser Dreiklang von Forschung, Lehre und Krankenversorgung - ergänzt um Steuerungsaufgaben im Gesundheitssystem – ist die Aufgabe unserer Universitätsmedizin.“
Das hochmoderne Ganzkörper-PET/CT-System mit Long Axial Field of View (LAFOV) ermöglicht durch hohe Sensitivität und schnelle Ganzkörper-Bildgebung (Aufnahmen in weniger als einer Minute) einen deutlich erhöhten Patientendurchsatz, verkürzte Untersuchungszeiten und verbesserte Bildqualität. Gerade in Pandemielagen kann mit der neuen Infrastruktur eine hochpräzise Suche nach Entzündungsherden binnen kurzer Zeit bei vielen Patientinnen und Patienten erfolgen, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen. Die hochmoderne Diagnostik steht zugleich auch Krebspatientinnen und -patienten zur Verfügung, die insbesondere von der deutlich geringeren Strahlenbelastung profitieren. Das Gerät soll darüber hinaus auch zur Aus- und Weiterbildung von medizinischem sowie technischem Personal genutzt werden.
Daneben kann das Uniklinikum zwei weitere Großgeräte beschaffen: Mit bis zu 1,2 Millionen Euro wird ein onkologisches Bildgebungssystem gefördert, das Computer-Tomographie mit Angiographie kombiniert und so minimalinvasive Eingriffe ohne Umlagerungen und Zeitverluste in einer einzigen Umgebung ermöglicht. Mit bis zu 330.000 Euro wird eine mobile und flexibel einsetzbare Einheit aus Röntgen- und Ultraschall-MRT-Fusionstechnologie unterstützt, die Eingriffe direkt am Einsatzort ermöglicht. Dadurch lassen sich in Krisensituationen Patientenströme kurzfristig räumlich trennen, was die Infektionsgefahr deutlich senkt. Durch digitale Bildgebung mit Live-Übertragung bleibt zudem die Ausbildung ohne zusätzliches Infektionsrisiko gewährleistet.
Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze, betonte: „Die neue Infrastruktur stärkt die Universitätsmedizin Magdeburg und verbessert die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten – gerade auch unter Krisenbedingungen.“
Die Dekanin der Medizinischen Fakultät Magdeburg, Prof. Dr. Daniela Dieterich, ergänzt: „Die Investitionen wirken weit über die Patientenversorgung hinaus: Sie stärken als Leuchtturmprojekt unsere Forschungsinfrastruktur, fördern die standortübergreifende Zusammenarbeit – etwa mit dem DZNE, dem Klinikum Dessau und dem Universitätsklinikum Halle – und eröffnen neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Medizintechnik, insbesondere im Umfeld des STIMULATE-Forschungscampus.“

