Landesbau

Baumaßnahmen der Ressorts

Die Bauten, die der Bereich Baumanagement der BLSA plant, baut und baufachlich betreut, prägen das Gesicht der Städte und Gemeinden entscheidend mit. Entsprechend ist das oberste Ziel bei Planung und Umsetzung aller Projekte die Weiterentwicklung der Baukultur in Land. Dazu gehören Termin- und Kostensicherheit und auch die Beachtung der Aspekte des Barrierefreien Bauens, des energieeffizienten Bauens und des demographischen Wandels sowie die Nachhaltigkeit der Baumaßnahmen.

Für die Vorbereitung und Durchführung von Landesbaumaßnahmen sind die mit Runderlass des Finanzministeriums vom 21.05.2014 eingeführten „Richtlinien für die Durchführung von Baumaßnahmen des Landes Sachsen-Anhalt im Zuständigkeitsbereich der staatlichen Hochbau- und Liegenschaftsverwaltung
(RLBau LSA)“ anzuwenden.

Als Beispiel sind nachfolgend einige dieser geplanten, in Bau befindlichen oder vor kurzer Zeit fertig gestellter Baumaßnahmen näher erläutert.

- Das Gebäude des Landeshauptarchivs in der Magdeburger Brückstraße 2 ist das größte Archivbauvorhaben in der jüngeren Geschichte des Landes Sachsen-Anhalt und wurde am 30. Dezember 2010 nach einer zweieinhalbjährigen Bauzeit und mit einem Bauvolumen von rund 23,8 Millionen Euro übergeben. Das Vorhaben umfasste einerseits die Sanierung einer aus dem Jahre 1899 stammenden, zuletzt von der Sowjetarmee genutzten Artilleriekaserne und ihre Umgestaltung zu einem benutzerorientierten, multifunktionalen Verwaltungsgebäude, andererseits die Errichtung eines neuen, modernsten Anforderungen genügenden Magazingebäudes für die Archivgutlagerung.

- Die Landesschule Pforta im Burgenlandkreis ist über 460 Jahre alt und gehört zu den ältesten Bildungsstätten in Deutschland. 1543 war in das 1137 gegründete  Zisterzienserkloster eine Begabtenschule für Knaben eingezogen. Seit 1992 wurden rund 30 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt für die Sanierung und den Ausbau mehrerer Internate, Küche und Speisesaal, von Klassenräumen, der Aula und einer Sporthalle investiert. Im Oktober 2010 wurde mit Abschluss der Sanierung des ehemaligen Fürstenhauses  ein weiteres Internatsgebäude mit 50 Plätzen fertig gestellt. Derzeit wird eine weitere Baumaßnahme vorbereitet (Klausurgebäude und Sportplatz).

- Im Landgerichtsgebäude am Hansering in Halle  wurden 16,8 Millionen Euro investiert, um in einem der architekturgeschichtlich bedeutendsten Justizpaläste Preußens die hohen denkmalpflegerischen Ansprüche mit  moderner technischer Ausstattung zu vereinen. Das Gebäude war in den Jahren 1901 bis 1905 erbaut worden. Zunächst war hier die Zivilgerichtsbarkeit untergebracht, heute wird der Bau mit den markanten 50 Meter hohen Türmen durch das Landgericht Halle genutzt. Über 10.000 Quadratmeter Grundfläche wurden grundsaniert, so 20 Verhandlungssäle, 110 Büros und sowie 103 weitere Räume, darunter 15 Vorführzellen, zwölf Archivräume, eine Bibliothek, ein Zeugenschutzraum, ein Kindervernehmungszimmer und Technikräume.

- Die Schlosskirche Wittenberg wurde zwischen 1496 und 1507 als Teil des Residenzschlosses des Kurfürsten Friedrich von Sachsen erbaut und diente der 1502 gegründeten Wittenberger Universität 300 Jahre lang als Gotteshaus und Aula. Sie ist Teil des Gesamtkomplexes  Schloss.  An die hölzerne Kirchentür heftete Martin Luther am 31.0ktober 1517 seine 95 Thesen. Damit begann die Reformation. Die Sanierung der Schlosskirche begann 2012. Die Anlage soll zum 500. Reformationsjubiläum 2017 denkmalgerecht instandgesetzt und modernisiert werden. Der Umbau, die Sanierung und die Erweiterung des Komplexes Schlosskirche und Schloss kosten insgesamt fast 33  Millionen Euro.