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Aufbau der Finanzverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt

Die Steuerverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt ist durch einen zweistufigen Verwaltungsaufbau gekennzeichnet.

Die Oberste Finanzbehörde des Landes ist das Ministerium der Finanzen.

Das Ministerium hat seinen Sitz in Magdeburg. Es wirkt an der Steuergesetzgebung des Landes und des Bundes mit. Außerdem hat das Ministerium die Dienst- und Fachaufsicht über die 14 Finanzämter des Landes inne.

Die Finanzämter sind die Ansprechpartner der Bürgerinnen und Bürger. Hier werden die Steuern festgesetzt und erhoben. Landesweit sind rund 3.400 Bedienstete im Innen- und Außendienst mit der gerechten Festsetzung und Erhebung von Steuern beauftragt.

 

Die spätere Tätigkeit im Finanzamt unterscheidet sich je nach der von Dir eingeschlagenen Laufbahn.

Laubahngruppe 1, 2. Einstiegsamt (ehemals Mittlerer Dienst)

Beamte mit der Laufbahnbefähigung für die Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt (ehemals Mittlerer Dienst) arbeiten als Bearbeiter/in in unterschiedlichen Funktionen im Innendienst.

Hauptsächlich sind die Bearbeiterinnen und Bearbeiter in der Veranlagung tätig. Sie kümmern sich um die Aktenverwaltung, prüfen die Einkommensteuererklärungen von Arbeitnehmern und Unternehmern auf ihre Richtigkeit und setzen die jeweilige Steuer fest.

Auch ein Einsatz im Erhebungsbereich ist möglich. Hier werden die Zahlungseingänge überwacht und Auszahlungen getätigt.

Mit entsprechender Erfahrung ist eine Tätigkeit als Betriebsprüfer oder als Vollziehungsbeamter im Außendienst denkbar. Diese Tätigkeiten zeichnen sich durch ein hohes Maß an Engagement und eine selbständige Arbeitsweise aus.

Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt (ehemals Gehobener Dienst)

Die Tätigkeit einer Beamtin oder eines Beamten mit der Laufbahnbefähigung für die Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt (ehemals Gehobener Dienst) ist durch eine weitgehend selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise gekennzeichnet. Sie werden hauptsächlich als Sachbearbeiter/in eingesetzt.

Auch hier liegt der Schwerpunkt der Tätigkeiten im Innendienst. In der Veranlagung prüfen die Sachbearbeiter/innen fachlich anspruchsvolle Steuerfälle und sind für die Bearbeitung von Einsprüchen zuständig. Dabei müssen sie sich intensiv mit den Steuergesetzen auseinandersetzen.

Ein Einsatz im Außendienst erfolgt in den Stellen der Betriebsprüfung oder der Steuerfahndung.

Die Betriebsprüfer/innen überprüfen die in den Steuererklärungen angegebenen Besteuerungsgrundlagen anhand der Geschäftsunterlagen vor Ort. Dabei wird insbesondere die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung geprüft. Hier ist ein fundiertes Wissen des Steuer- und Bilanzrechts erforderlich.

In der Steuerfahndung werden strafrechtlich relevante Sachverhalte ausermittelt. Dazu gehören auch die Zeugenvernehmung und die Anhörung von Beschuldigten. Diese sensible Tätigkeit erfordert eine besonders sorgfältige Arbeitsweise und setzt Kenntnisse des Steuerstrafrechts voraus.

Darüber hinaus obliegt den Beamten der Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt vereinzelt auch die Führung der Sachgebiete. Dafür erfordert es jedoch neben ausgeprägten fachlichen Kompetenzen einiges an Erfahrung und Führungsgeschick.

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