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FAQ - Häufig gestellte Fragen - Wir geben die Antworten

1. Warum möchte Sachsen-Anhalt dem Verbund der nordostdeutschen Trägerländer (Dataport) beitreten?

Antwort: Sachsen-Anhalt steht, wie andere öffentliche Verwaltungen auch, vor der Herausforderung in einer immer komplexer werdenden IKT-Welt entsprechende finanzielle und vor allem personelle Ressourcen zur Aufgabenerledigung zur Verfügung zu stellen. In den Jahren bis 2025 scheiden im Landesrechenzentrum 40 Prozent der Beschäftigten (aktuell: 228) altersbedingt aus. Vor dieser demografischen Entwicklung und der mittel- und langfristigen Perspektive für den Landeshaushalt, galt es eine Lösung für die dauerhafte und kostenbewusste Erledigung der Aufgaben in öffentlicher Trägerschaft im IKT-Bereich zu finden.

2. Wer ist Dataport?

Antwort: Dataport ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Dienstherrenfähigkeit. Sie wurde durch das Land Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg 2004 errichtet. Mittlerweile sind das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Freie Hansestadt Bremen sowie das Land Niedersachsen als weitere Träger beigetreten. Sitz von Dataport ist Altenholz in Schleswig-Holstein. Die Anstalt unterhält in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen Niederlassungen und kann weitere Niederlassungen gründen.

3.  Was macht Dataport?

Antwort: Aufgabenseitig unterstützt Dataport die öffentlichen Verwaltungen in dem Land Schleswig-Holstein, einschließlich der Kommunalverwaltungen, sowie der Freien und Hansestadt Hamburg und der Freien Hansestadt Bremen und  weiterer Träger durch Informations- und Kommunikationstechniken. Dataport fungiert insbesondere als zentraler IT- Dienstleister des Landes Schleswig-Holstein, der Freien und Hansestadt Hamburg und der Freien Hansestadt Bremen. Sofern diese Kernaufgaben nicht beeinträchtigt werden, kann Dataport vergleichbare Aufgaben wahrnehmen. Für die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen ist Dataport durch das Data Center Steuern im Bereich der IT-Unterstützung der Steuerverwaltung tätig. Dataport unterstützt seine Träger im Bereich Druck durch das an mehreren Standorten betriebene Druckzentrum: Für Mecklenburg-Vorpommern gilt dies nur für den Bereich Data Center Steuern.

4.  Welche Aufgaben soll Dataport zukünftig für Sachsen-Anhalt erledigen?

Antwort: Dataport soll der zentrale IKT-Dienstleister des Landes werden. Damit wird die bereits eingeleitete Konsolidierung der IKT-Struktur des Landes weiter fortgesetzt und Innovationen im IKT-Bereich für Sachsen-Anhalt  schneller und kostengünstiger umgesetzt.

5.  Ab wann wird Dataport für Sachsen-Anhalt tätig werden?

Antwort: Geplant ist, dass Sachsen-Anhalt zum 01.01.2013 Teil der IT-Kooperation der „Dataport-Länder“ wird. Damit könnte Dataport ab 2013 als zentraler IT-Dienstleister für die Verwaltung in Sachsen-Anhalt tätig werden.

6. Was wird aus dem Landesrechenzentrum?

Antwort: Das Landesrechenzentrum wird zu Dataport migrieren.

7. Welche Konsequenzen hat das für die beiden Standorte des Landesrechenzentrums?

Antwort: Der technische Standort Halle und auch der technische Standort Magdeburg werden mittelfristig aufgelöst.

8. Werden die Beschäftigten des Landesrechenzentrums zukünftig in den bisherigen Niederlassungen von Dataport beschäftigt sein?

Antwort: Nein. Dataport errichtet in Sachsen-Anhalt eine Niederlassung. Freiwillige Wechsel in andere Niederlassungen sind möglich.

9. Was geschieht mit Bediensteten, die nicht zu Dataport wechseln können/ wollen?

Antwort: Beschäftigte, die nicht zu Dataport wechseln können/ wollen, werden anderen Aufgaben in der Landesverwaltung zugeführt. Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

10. Wann wird die Migration des Landesrechenzentrums abgeschlossen sein?

Antwort: Die Migration wird voraussichtlich 2014/ 2015 abgeschlossen sein.

11. Welche Auswirkungen hat der Beitritt Sachsen-Anhalts zum Trägerverbund für die regionale Wirtschaft?

Antwort: Laufende Verträge mit den Unternehmen der Region werden fortgeführt. Daher ist grundsätzlich keine Veränderung der aktuellen Wertschöpfungssituation der regionalen Wirtschaft zu erwarten.

12. Vergibt Dataport Leistungen nach außen?

Antwort: Dataport fungiert für einige der Trägerländer als zentrale IT-Beschaffungsstelle. Dataport ist, wie auch das Land Sachsen-Anhalt, an die Regeln des Vergaberechts gebunden.

13. Wie umfangreich wird die Zusammenarbeit zwischen dem Land und Dataport sein?

Antwort: Geplant ist die Übernahme aller im LRZ ausgeführten IT-Dienstleistungen durch Dataport.

14. Warum favorisiert das Land eine Kooperation mit dem IT-Verbund der nordostdeutschen Länder?

Antwort: Sachsen-Anhalt wird Träger der Anstalt des öffentlichen Rechts Dataport und erlangt damit eine eigentümerähnliche Stellung. Diese Möglichkeit beinhaltet andere Lösungen im öffentlichen Bereich nicht.

15. Was wird aus dem Einzelplan 19? 

Antwort: Derzeit ist davon auszugehen, dass der Einzelplan 19 fortgeführt wird. Welche Auswirkungen die Kooperation auf die Funktionalität des Einzelplans 19 hat, hängt letztlich vom tatsächlichen Umfang der Kooperation ab.

16. Wie sind die Ressorts betroffen?

Antwort: Die Ressorts sind erst einmal nicht anders betroffen als bei der Fortführung des Betriebs des Landesrechnungszentrums.